Gegen das Glioblastom

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Die Optune®-Therapie

Was ist Optune?

Optune ist eine tragbare Therapie, bestehend aus einem Gerät, das elektrische Wechselfelder, sogenannte Tumortherapiefelder (TTFields), erzeugt. TTFields können die Teilung von Glioblastomzellen verlangsamen oder stoppen. Hierbei handelt es sich um eine nicht-invasive lokale Therapie, die gezielt an die sich teilenden Krebszellen im Gehirn abgegeben wird und nach heutigem Kenntnisstand ruhende Zellen üblicherweise nicht schädigt.

Die Therapie wird über 4 Heftpflaster mit Keramikgelpads, sogenannte Transducer Arrays, abgegeben, die direkt auf der Kopfhaut platziert werden. Diese Transducer Arrays werden auf der Kopfhaut angebracht und an das Optune Gerät angeschlossen.

In einer großen klinischen Studie wurde gezeigt, dass Optune zusammen mit der Standard-Chemotherapie Temozolomid das Überleben von Patienten mit einem neudiagnostizierten Glioblastom signifikant verlängert.

Optune ist sowohl für die Behandlung beim neudiagnostizierten Glioblastom, als auch für die Behandlung eines Rezidiv-Glioblastoms CE-zertifiziert. Optune wird beim neudiagnostizierten Glioblastom in der Regel gemeinsam mit der Erhaltungs-Chemotherapie Temozolomid (TMZ) angewendet.

Optune für das neudiagnostizierte Glioblastom

Als bisherige Standardtherapie des neudiagnostizierten Glioblastoms, galt die weitest mögliche Resektion oder Biopsie, gefolgt von einer gemeinsamen Strahlen- und Chemotherapie mit Temozolomid (TMZ). Im Anschluss beginnt eine Erhaltungs-Chemotherapie, die meist aus 6 Zyklen Temozolomid besteht. Diese Therapie wird auch als Stupp-Schema bezeichnet. Kombiniert man nun die Temozolomid Chemotherapie mit Optune, zeigte sich in einer klinischen Studie ein signifikant längeres medianes Überleben der Patienten. Diese Ergebnisse zeigen, dass Patienten besonders dann von Optune profitieren können, wenn Optune bereits in der Erstlinientherapie, d.h. beim neudiagnostizierten Glioblastom, eingesetzt wird.

Das nachfolgende Bild veranschaulicht die einzelnen Schritte noch einmal:

 

  • Alle Patienten erhalten zunächst eine weitest mögliche Tumorresektion oder Biopsie
  • Anschließend erfolgt bei den Patienten die Bestrahlung in Kombination mit der Chemotherapie.
  • Nach Ende der Bestrahlung beginnt die Optune-Therapie gemeinsam mit der Temozolomid Erhaltungsherapie.

Optune für das rezidivierende Glioblastom

Ein Glioblastom (GBM) tritt leider trotz intensiver Therapie in den meisten Fällen erneut auf. Dies liegt daran, dass es sehr schwierig ist, alle GBM-Zellen mit diesen Therapien zu erreichen. Einige Tumorzellen sind oftmals nach wie vor vorhanden und wachsen weiter.

Wenn ein GBM-Tumor nach der Initialtherapie erneut wächst, wird er als „rezidivierendes GBM“ bezeichnet. In einem solchen Fall ist keine Standardtherapie definiert. Ärzte können mitunter auf eine erneute Chemotherapie, Bestrahlung oder Operation zurückgreifen. Aus diesem Grund ist es wichtig, in Absprache mit dem behandelnden Arzt, bereits das neudiagnostizierte Glioblastom bestmöglich zu behandeln und so das Auftreten eines Rezidivs zu verzögern. Optune kann auch im Rezidiv als  CE-zertifizierte Therapie eingesetzt werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Patienten, die bereits im ersten Rezidiv mit Optune therapiert werden, mehr profitieren als solche, die mit weiter fortgeschrittener Krankheit therapiert werden.

Der Wirkmechanismus

So wirkt Optune auf die Krebszellen

Alltag mit Optune

Was habe ich zu erwarten?